Auf einer Bank fing damals alles an

Die Bänklisänger gibt es seit 40 Jahren

Offenburger Tageblatt vom 10.02.2018

 

Seit 40 Jahren gibt es die Bänklisänger der Fessenbacher Narrenzunft Rebknörpli. Ihren nächsten großen Auftritt haben sie heute Abend beim Zunftobe in der Fessenbacher Reblandhalle.

 

Foto: Sie haben fleißig für ihren Auftritt geprobt: Nelly Bürkle, Kim Fischer, Silvia Fischer, Gregor Braun, Matthias Schächner, Elly Braun, Markus Litterst, Jörg Bürkle, Andy Braun.

In diesem Jahr können die Fessenbacher Bänklisänger, immerhin eine Gruppe von insgesamt 18 Personen, die fast nur durch Familienmitglieder getragen wird, was sicherlich einmalig ist, auf 40 Jahre zurückblicken.

Als sich 1978 die Jugendlichen von Fessenbach immer  auf einer Bank bei der Omnibushaltestelle, unterhalb der ehemaligen Volksbankfiliale in Fessenbach, (das gab es auch schon!), getroffen haben, stand vordergründig Unterhaltung und Spaß an erster Stelle.

Amalie Wiegele hatte die Bank gestiftet. Wie Markus Litterst und Andy Braun erzählten, die beide noch heute die Tradition der Bänklisänger wahren, gehörten seinerzeit auch Uli Litterst, Norbert Bürkle, Clemens  Litterst, Bärbel Braun, Gerhard Braun, Steffi und Robert Kreiner, Michaela Heisch, Claudia Heiland, Petra Litterst, Christof Busam, Bruno Gaus und Georg Litterst dazu.

1978 war die offizielle Geburtsstunde der Bänklisänger. Angeregt von Trudel und Hermann Braun sowie Mechthilde Hurst trat die Gruppe erstmals gemeinsam an Fasnacht auf und so blieb es dann über all die Jahre hinweg, wobei es in jüngster Zeit auch am Gmiedliche Obe am 11.11. schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Auftritt am Zunftobe gibt.

Nachwuchs ist dabei

Die Zeit brachte es mit sich, dass sich die Gruppe verkleinerte, aber auch neue Leute hinzukamen, wie Jörg Bürkle, Silvia Fischer, Sabine Schächner, Berthold Börschig und Beni Litterst, heute noch alle aktive Bänklisänger.

Sie nahmen inzwischen ihre  Nachkommen, ihre „Kropfigel“ mit ins Boot. Darunter Nelly, Lotta und Louis Bürkle, Kim Fischer, Sarah und Ina Litterst sowie Elly und Gregor Braun, Niklas und Matthias Schächner und Paula Börschig. Das erste Lied 1978 an Fasnacht wurde dem „Bänkli‘“ gewidmet. Aufgelistet sind die Themen seit 1982 und da fing es mit dem „Nostalgieclub“ an.

Auch „Mainz wie es stinkt und kracht“ (1987), die "Ortsvorsteherwahl" (1999), "Café Nepomuk" (2001), die "Bambi-Verleihung" (2008) und der "Fessenbacher Kochclub" (2009) boten beste Unterhaltung.

Die Texter sind Andy, Jörg und Markus, der auch als „Vater der Company“ bezeichnet werden kann. Seit 2013 gibt es beim Zunftobe  ein gemeinsames Motto, so  „Wild West in Santa Fe“ (2013), oder „Schiff ahoi“ (2014), „Zirkus Konfetti“ (2015), „Olympia in Fessenbach“ (2016 ) und „Rebknörpli feiern im Weltall“ (2017).  

Aus den 40 Jahren gibt es einige Anekdoten: Elly, die bei "Bambi" zwei Worte sagen sollte, dies aber erst tat, als ihr Vater ihr Cola als Getränk versprochen hatte.

Oder der Geißen-Auftritt bei "Zirkus-Konfetti", wo die Geißen bei der Generalprobe eine Verwüstung in der Halle hinterließen. Auch in Erinnerung geblieben ist Andy, der kurzfristig bei „Schiff ahoi“ für Jörg einspringen musste, der sich die Hand gebrochen hatte.

"Verruckter Buurehof"

Eifrig mit dabei sind die Jüngeren, die am liebsten bei ihren Auftritten singen und tanzen. Dieses Jahr steht bei der Narrenzunft "Rebknörpli" der „verruckte Buurehof“ an. Der Zunftobe findet heute, Samstag, ab 19.30 Uhr in der Fessenbacher Reblandhalle statt. Buurevesper gibt es schon ab 18.30 in der Halle.

Dass beim Auftritt kein Auge trocken bleibt, dafür sorgen auch die musikalischen Leckerbissen, wie das neue „Ritthau-Lied“ (Ritthau ist eine besonders große Harke). Wenn dann „d’r Knecht widder uf d’Biehni geht“, dann dreht sich schwungvoll das „Buurehof-Nostalgie-Rad“.

Autor: Ursula Haß

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