Fessenbachs Zunftmeister Seitz jubelte

Närrisches Jubiläum nachgefeiert

Offenburger Tageblatt vom 06.04.2022

 

„Endlich wieder ein Fest!“: Die Narrenzunft Rebknörpli holte die im vergangenen Jahr ausgefallene Veranstaltung aus Anlass des 44-jährigen Bestehens nach. Typisch: Die Narren feierten jetzt das Jubiläum 44 plus 1 und begrüßten viele Gäste.

 

Zu Ehrenmitgliedern ernannt: von links Sabine Schächner, Andy Braun, Patrick Keller, Renate Keller, Markus Litterst und Clemens Litterst. ©Ursula Haß

 

Das Sprichwort „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ galt auch für die Rebknörpli und ihre 44. Jubiläumsfeier, die im Vorjahr infolge Corona nicht stattfinden konnte und nun mit einem Jahr Verspätung am 1. April, analog der Gründung am 1. April 1977, stattgefunden hat. „Endlich wieder ein Fest!“, jubelte Zunftmeister Alex Seitz in seiner Begrüßungsrede, zu der er auch eine große Gästeschar, teils von außerhalb Fessenbachs, begrüßte.

Ortsvorsteher Paul Litterst konnte nicht nur gute Worte und Dank an die Rebknörpli vermelden, sondern auch noch Setzlinge und den dazugehörenden „Mist“ mitbringen, damit die Jungschar, wie auch die Rebknörpli und Krottestecher weiter gut gedeihen können.

 

Für die Fessenbacher Vereine sprach Steffen Fleig. Er gedachte der schönen gemeinsamen Reblandtreffen und Veranstaltungen, und so würden viele schöne Erinnerungen einfach fehlen ohne die Rebknörpli und Krottestecher.

 

Für die sechs Reblandzünfte sprach Stefan Serrer von den Durbacher Wildsaue. Er erinnerte daran, dass es wahrlich kein Aprilscherz war, die Zunft am 1. April 1977 zu gründen. „Es war ernst gemeint!“, so Serrer, der den Rebknörpli große Kreativität bescheinigte, denn so entstanden weiter das Scheeserennen, das mittlerweile auch am Offenburger Narrentag mit den Promis nicht mehr wegzudenken ist, der kultige Rockschwoof, außerdem wurden Brauchtum und Kultur gefördert.

 

Auch Peter Szyska, Sprecher der Stadtteil-Zünfte, freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den Rebnörpli. Er hatte unter anderem eine Gießkanne für die jungen Rebknörpli und eine „Bonsai- Scheese“ mitgebracht.“

 

„Schwänke bis hitt“

Gestärkt vom „Badischen Dreierlei“, Wurstsalat, Brägeli und Bibiliskäs, wurde danach auch jahrgangsweise Rückblick gehalten, unter anderem von Zunftmeister Alex Seitz, Jana und Lisa Hugle, Florian Zeil und Elly Braun.

 

Über lustige Anekdoten aus der Jugendzeit ihrer Väter, Andy Braun und Jörg Bürkle, berichteten Paula und Nelly. Und auch die beiden Reblandwanderer, Uli Litterst und Beni Litterst, hatten doch tatsächlich Schwänke aus den Jahren von 1984 bis „hitt“ ausgekramt.

 

Getoppt wurde das Programm dann weiter von den Bänklisängern unter der Regie von Markus Litterst, die mit einem Potpourri die letzten Jahre Revue passieren ließen. Erstanden sind musikalisch: Die Bambi-Feier, Henrys Rosa-Friseursalon, Simsalabim das Märchen-Zauberland, Heinos Lied (alias Clemens Litterst) auf den Spätburgunder. Das erste Bänkli-Lied aus dem Jahr 1978 war dann auch eine Hommage an das „Amalie-Wiegele-Bänkle“ an der Weinbergstraße, der Treffpunkt der Jugendlichen damals.

 

Die Bühne kochte

Doch die Knörpli-Girls setzten noch einen weiteren Glanzpunkt mit ihrem rasanten Tanz, den es natürlich noch einmal als Zugabe zu sehen gab.

Angekündigt war schon im vergangenen Jahr das Männerballett XXL mit 44 Mannen. Doch hier hat Corona einen Korrekturstift angesetzt. Es waren 30 Männer plus 1 Staffage, aber diese Truppe zeigte was sie kann, nicht nur in puncto Verkleidung, auch in Temperament, Akrobatik und Rhythmus brachten sie die Bühne zum Kochen, das Publikum forderte die Zugabe.

 

Zunftmeister Alex Seitz ernannte zahlreiche Ehrenmitglieder. Es sind Renate Keller, Andreas Braun, Patrick Keller: Sabine Schächner, Clemens Litterst, Albert und Gertrud Adam, Maria Litterst, Erika Köster und Johanna Kiefer. Sie haben sich nicht nur während der Gründung der Zunft verdient gemacht, sondern in vielen Funktionen oder als helfende Hand, die immer da war, wenn sie gebraucht wurde.

 

Autorin: Ursula Haß

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